Mobiles Surfen im Ausland bleibt teuer
Wer mobil im Ausland surfen möchte, der muss tief in die Tasche greifen, obwohl es mehr und mehr Tarifoptionen dafür gibt.
Ob man geschäftlich oder privat im Ausland mobil im Internet surfen möchte, man muss mit hohen Kosten für wenig Leistung rechnen. Die EU hat Mitte letzten Jahres einen Riegel vor horrenden Rechnungen geschoben, falls man mit seinem Smartphone auch im Ausland mobil im Internet unterwegs war. Durch den Kostenschutz müssen Vertragskunden max. 60 € pro Monat für die mobile Internet-Nutzung bezahlen. Die Netzbetreiber haben auch damit begonnen Optionen und Pakete für die Internet-Nutzung im Ausland zu schnüren.
Problematisch ist leider immer noch die Transparenz, denn in der Mobilfunkwelt sind die Länder in 4 Zonen aufgeteilt und für jede Zone gelten unterschiedlich hohe Preise. Während Kosten in Zone 1 (Länder der EU und weitere ausgewählte Länder) noch einigermaßen tragbar sind, verlangen die Netzbetreiber in den Ländern der Zone 4 ein Vielfaches mehr pro Dateneinheit. Die Abrechnung für mobiles Internet im Ausland bezieht sich auf die genutzte Datenmenge und das ist das nächste Problem!
Wer kann schon permanent die Datenmenge abschätzen, vor allem wenn man nicht weiß welche Datenmenge in E-Mail Anhängen übertragen wird? Das kann in jedem Fall ein Problem werden. Ein gutes Beispiel bietet aus aktuellem Anlass das Data Pack 15 MB Weltzone 1-3 von O2 für Geschäftskunden. Die Tarifoption kostet stolze 25 Euro Grundgebühr im Monat und beinhaltet 15 MB freies Datenvolumen in den Mobilfunkzonen 1-3. Jedes weitere Megabyte darüber hinaus stellt O2 extra in Rechnung. Die Kosten pro MB betragen zwischen 1,50 und 10,00 Euro, je nach Weltzone.
O2 argumentiert das Data Pack 15 MB mit ca. 750 E-Mails (ohne Anhang) oder 40 E-Mails (mit Anhang mit 400 Kilobyte Dateigröße) oder 300 Webseiten (optimierte Seiten für mobiles Internet mit 50 Kilobytes Dateigröße). Ich sehe dieses Beispiel aber sehr kritisch, da man in der Praxis häufig Webseiten aufruft, die viele Bilder beinhalten und damit eine deutlich höhere Dateigröße aufweisen. Des Weiteren kann man schlecht kontrollieren, welcher Anhang mit welcher Dateigröße in der E-Mail angehängt wurde, die übertragen wird.
Fazit:
Mobiles Internet im Ausland sollte nur im Notfall verwendet werden. Wer sich häufiger in einem Land aufhält, sollte sich nach einer Prepaid SIM-Karte umsehen, die in jedem Fall um ein vielfaches günstiger kommt, als ein deutscher Tarif.

Kommentare
Kommentar hinzufügen