Was man über LTE wissen sollte
Nachdem der LTE Ausbau von der Deutschen Telekom, O2 und Vodafone immer mehr vorangetrieben wird, können bereits die ersten Kunden LTE nutzen. Die Deutsche Telekom hat in den letzten Tagen weitere Standorte in den neuen Bundesländern in Betrieb genommen. So sind in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen wie auch Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg zahlreiche LTE-Sender in Betrieb genommen worden, die die Menschen dort mit dem Hochgeschwindigkeits-Netz versorgen sollen. Vodafone baut auch wöchentlich seine Standorte aus und hat zum Beispiel im April den ersten LTE-Sendemast im Münsterland in Betrieb genommen. Auch in der Hauptstadt ist Vodafone vorne und sorgt hier für erste Nutzung des LTE-Netzes.
Doch warum wurden die ländlichen Gebiete zuerst ausgebaut?
Dies hat einen ganz einfachen Grund. Es gibt zahlreiche „weiße Flecken“ auf der Deutschlandkarte. Diese weißen Flecken zeigen Gebiete an, in denen es gar keinen oder einen unterversorgten DSL-Anschluss gibt. Diese werden daher zuerst mit der neuen schnellen Technik von LTE versorgt und erst danach folgen die gut ausgebauten Gebiete. Durch die Frequenzversteigerung im Mai 2010, wurden unter anderem Frequenzen der sogenannten Digitalen Dividende versteigert, die für den Ausbau der Breitbandversorgung genutzt werden.
Was ist die Digitale Dividende?
Die Frequenzbänder, die durch die Digitalisierung des Rundfunks frei werden, nennt man Digitale Dividende. Diese Frequenzen elektromagnetischer Wellen, die jahrelang für das terrestrische Fernsehen genutzt wurden, sind durch die Umstellung von PAL auf DVB-T freigeworden. Doch diese Digitale Dividende ist auch sehr umstritten. Vor allem bringt es den Programmbetreibern eine große Kostenersparnis, da die digitale Ausstrahlung nur circa 10 Prozent der Bandbreite benötigt, die eine analoge Ausstrahlung mit ähnlicher Qualität verbraucht. Da nun die Signalstärke geringer wird, entstehen weniger Kosten bei den Anbietern, die seit der Digitalisierung mehr TV- und Hörfunkprogramme im Angebot haben. Dies kommt dadurch, dass Frequenzbänder frei werden und somit für andere Zwecke genutzt werden können. Ist der Komprimierungsgrad der digitalen Übertragung hoch, können so bis zu 90 Prozent der Frequenzbänder frei werden. Diese Frequenzen werden nun für neue TV- und Hörfunkprogramme und für die Internet-Breitbandanbindung, vor allem für die ländlichen Gebiete genutzt. Auch sollen sie für die Mobiltelefonie eingesetzt werden.
Durch den Einsatz des 4G-Standards, also dem Nachfolger von UMTS, sollen nun Geschwindigkeiten von bis zu 50 MBit/s im Upload und bis zu 100 MBit/s im Download möglich sein. Das heißt, dass je nach Empfang und Standort diese Geschwindigkeiten möglich sein können, aber nicht müssen.
Welche Tarife sind auf dem Markt?
Vodafone ist im letzten Jahr mit den ersten Tarifen für LTE auf den Markt gekommen und hat diese immer weiter ausgebaut. Mittlerweile gibt es bei Vodafone acht LTE Tarife, die passend auf die Kunden zugeschnitten sind. Der günstigste Tarif ist der LTE Zuhause Internet mit einem monatlichen Grundpreis von 19,99 Euro, der teuerste Tarif mit einer absoluten Topleistung ist der LTE Zuhause Telefon & Internet 50000 für einen monatlichen Grundpreis von 69,99 Euro.
Die Deutsche Telekom hingegen bietet lediglich zwei Tarife an. Für 39,99 Euro monatlich kann man den Call & Surf Comfort via Funk buchen und für einen Preis von 43,95 Euro ist der Call & Surf Comfort via Funk/Universal erhältlich. Zusätzlich kommen bei beiden Anbietern noch Anschlussgebühren hinzu. Aber auch O2 drängt jetzt mit dem ersten Angebot auf den Markt und mischt im Wettbewerb mit. Die Gestaltung des O2 LTE für Zuhause Tarifs stellen wir in den nächsten Tagen vor.
Welches Angebot das Beste ist, sollte man sich vorher genau überlegen und abschätzen, welches Datenvolumen den Bedarf abdeckt. Denn die Laufzeit aller Tarife beträgt zwei Jahre.

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